Debütalbum · 2026

Portada del álbum La Virgen de Nazaret, de Larry Hans

La Virgen de Nazaret

Larry Hans

10 Lieder · 59 Min.

Zehn Lieder über das Leben Marias, in einer Reihenfolge, die sich nicht mischen lässt: das ist keine Sammlung, das ist eine Erzählung. Sie beginnt in einem gewöhnlichen Haus mitten in der Nacht und endet mit der Bitte um eine letzte Begleitung.

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Worum es geht

Zwischen dem ersten und dem letzten Lied haben Platz: ein Zimmermann, der mit frischem Holz den Dorfhang hinabging und sich verliebte, ein Mädchen, das Wasser am Fluss holte und auf dem Heimweg sang, eine junge Mutter, die eilig die Hügel Judäas überquerte, die Kälte von Betlehem, eine Hochzeit, auf der der Wein ausging, ein Kreuz, ein leeres Grab und ein alltägliches Gebet. Nichts davon wird als Andachtsbild erzählt: jedes Lied betritt die Szene.

Larry Hans singt alle zehn und stellt sich nie an Marias Stelle: er erzählt von außen, wie jemand, der weitergibt, was ihm erzählt wurde und ihm viel zu wichtig ist. Das einzige Mal, dass er jemandem seine Stimme leiht, ist das zweite Lied, in dem Josef spricht. Ein großer Teil des Albums wendet sich an Jesus — jenes «mi Jesús», das immer wiederkehrt; drei Lieder sprechen direkt zu Ihr.

Und es klingt mit Fäden, die sich von Anfang bis Ende wiederholen: die Nylonsaitengitarre trägt die Strophen, der Pre-Refrain bleibt stets schwebend, ungelöst, und der Refrain danach löst ihn auf; der Schlussrefrain steigt einen Ganzton; und eine Solovioline unterschreibt jeden Abschied. Über dieser Basis bringt jedes Lied seine eigene Signatur — Trompeten, eine Blockflöte, Rahmentrommeln, Händeklatschen, ein Cello, eine Spieluhr.

Die zehn Lieder

Jedes Lied hat seine eigene Seite, mit dem vollständigen Text, dem Player und den Links zu allen drei Anbietern. Tippe eines an.

  1. 01

    La Virgen de Nazaret

    5:55

    Albumeröffnung · erste Single

    Mitten in der tiefsten Nacht öffnet ein Mann die Augen, und Sie sitzt auf dem Bett — so nah, dass er Ihren blauen Mantel berühren könnte. Er sagt nichts: er kann nicht. Das Album beginnt mit der Szene, die ihm den Namen gibt, erzählt von jemandem, der es selbst noch nicht ganz glaubt, über Trompeten, die aus der Ferne grüßen statt anzukündigen.

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  2. 02

    Cuando te vi

    6:03

    Romantische Ballade

    Josef geht bei Sonnenuntergang den Dorfhang hinab, frisches Holz für seine Werkstatt auf den Schultern, und Sie erscheint «sanft wie die Brise». Er bringt keinen Gruß heraus. In derselben Nacht kann er nicht mehr schlafen. Es ist das einzige Lied, in dem Larry nicht von außen erzählt: er leiht Josef seine Stimme und erzählt das Verlieben von innen.

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  3. 03

    Antes del Sí

    5:52

    Mystische Pastorale

    Vor dem Engel, bevor die Geschichte begann, gab es ein Mädchen, das Wasser am Fluss holte und auf dem Heimweg sang. Das Lied hält genau dort inne, in der Zeit, die niemand erzählt, um die junge Frau anzusehen, die längst war, wer sie war, bevor man sie fragte.

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  4. 04

    Madre de Dios

    5:55

    Zweite Single · schmetternde Verkündigung

    Maria verlässt Nazaret, kaum ist der Engel fort, und überquert die Hügel Judäas mit der Eile des Glaubens. Elisabet öffnet die Tür, sieht sie und ruft laut. Hier verlässt das Album die Intimität und verkündet: bissige Bläser, Chöre und ein Refrain, der nichts abschwächt — er kehrt alle drei Male gleich wieder, mit Absicht.

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  5. 05

    El día que naciste

    6:29

    Ein starkes Stück · geschrieben, um Mütter zu berühren

    In Betlehem war es kalt, in keiner Herberge war Platz und die Wiege war trockenes Stroh. Das Lied bleibt nicht beim schönen Bild: es betritt den Stall, mit einer jungen, erschöpften Mutter und einem Mann, der ihre Hände hält, sooft sie zerbricht. Es wurde geschrieben, damit eine Mutter sich in Ihr wiedererkennt und nicht in einem Andachtsbild.

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  6. 06

    No nos creerían

    5:39

    Festlich und tanzbar — das Aufatmen des Albums

    Mitten auf einer Hochzeit geht der Wein aus, und Sie weiß es vor allen anderen. Es ist das einzige Stück, das zum Tanzen gemacht ist — Händeklatschen, Tamburine, Festrhythmus — und zugleich das, welches am besten erklärt, was es heißt, dass eine Mutter Fürsprache hält: sie wusste es, glaubte es, wollte es, erbat es.

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  7. 07

    El día que Te dije adiós

    5:34

    Die dunkle Mitte des Albums

    Die dunkle Mitte des Albums. Das Kreuz, erzählt aus der Sicht der Mutter, die zusieht und nichts tun kann. Ein Cello trägt das ganze Lied; keine Bläser, kein Fest, kein billiger Trost. Es ist das Stück, das man durchqueren muss, um zum nächsten zu gelangen.

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  8. 08

    Se cumplió la profecía

    5:48

    Österlicher Jubel

    Und am dritten Tag setzt die ganze Kapelle ein: gerufene Hallelujas, Bläser und Osterschlagzeug. Mit einer Sorgfalt, die man erst beim langsamen Lesen bemerkt — das Lied sagt nie, Sie sei die Erste gewesen, die sah; es sagt, sie sei die Erste gewesen, die glaubte. Das ist der Unterschied zwischen dichterischer Freiheit und der Wahrheit.

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  9. 09

    Ave María

    5:48

    Andächtig

    Das Gebet aller Tage, das man spricht, ohne nachzudenken. Eine Spieluhr eröffnet es, und das Lied durchmisst ein ganzes Leben mit derselben wiederholten Zeile: zuerst für die Meinen, dann in den dunklen Stunden, am Ende in meiner letzten Stunde.

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  10. 10

    Que seas Tú

    5:45

    Abschluss des Albums

    Das Ende. Eine nackte Gitarre und eine schlichte Bitte: dass, wenn der Augenblick kommt, Sie es sei, die wartet. Der blaue Mantel des ersten Stücks kehrt zurück und das Album schließt den Kreis — Sie kam, dich zu holen, jetzt bist du es, der bittet, gehen zu dürfen. Eine Solovioline hält den letzten Ton, den längsten der Platte.

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Der rote Faden des Albums

Das Album öffnet und schließt mit demselben Bild, dem blauen Mantel. Im ersten Lied kommt Sie mitten in der Nacht zu dir nach Hause; im letzten bist du es, der bittet, zu Ihr zu gehen und in eben diesem Mantel empfangen zu werden. Dazwischen vergeht ein ganzes Leben: Josefs Verliebtheit, die Verkündigung, Betlehem, die Hochzeit zu Kana, das Kreuz, Ostern und am Ende das Gebet aller Tage.

Der Bogen
Lied 4 und 5 sind der doppelte Freudenausbruch; 6 ist das festliche Aufatmen; 7 ist die dunkle Mitte; 8 gibt das Licht zurück. Die beiden letzten senken die Stimme.
Gemeinsame Fäden
Eine Solovioline unterschreibt jedes Ende, die Nylonsaitengitarre trägt die Strophen, und der Pre-Refrain bleibt immer schwebend: der folgende Refrain löst ihn auf.
Stimme
Larry singt alle zehn und erzählt immer in der dritten Person — er verkörpert Maria nie. Die einzige Ausnahme ist Lied 2, in dem er Josef seine Stimme leiht.
Veröffentlicht
2026 · UPC 882422691710